Bericht der HAZ vom 6.2.2017 (hier klicken)

HAZ vom 31.12.2016

Mitstreiter aus der Flüchtlingsarbeit freuen sich über eine besondere Anerkennung für Gerlinde Freyberg. Die Sprecherin des Arbeitskreises Asyl und Integration erhält am 6. Februar 2017 die Verdienstmedaille der Bundesrepublik aus den Händen der niedersächsischen Sozialministerin Cornelia Rundt.

Freyberg bekommt die Verdienstmedaille pdaArticleWide

 

Die Helfer des internationalen Cafés freuen sich über die Auszeichnung (von links): Alfred Schröcker, Birgit Mares, Gerlinde Freyberg, Lothar Porcher, Sami Aiyoubi, Maysa Shora, Karin Porcher.

Wunstorf
"Gerlinde Freyberg ist zu der Person geworden, die immer zum Thema Flüchtlinge in Wunstorf gefragt wird", sagt Wiebke Nolte, die Koordinatorin der Flüchtlingshilfe beim Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf. Seit 1996 ist die Geehrte in dessen Arbeitskreis aktiv - sie begann zu einer Zeit, als die Flüchtlingszahlen noch deutlich höher waren als heute. Freyberg hielt in den beiden Unterkünften engen Kontakt zu vielen Familien. Das hielt auch dann noch an, als die Heime schon geschlossen waren.

Freyberg setzte sich auch dafür ein, dass 1997 eine ehrenamtliche Hausaufgabenhilfe an der Albert-Schweitzer-Schule entstand und auch weiter bestehen blieb. Bis heute koordiniert sie dieses Angebot. Später kümmerte sie sich auch um einen Deutschkurs für Frauen, den der Arbeitskreis gemeinsam mit der Gleichstellungsstelle der Stadt anbot.

Seit 2008 bildet sie gemeinsam mit Martin Hübner und Andrea Wegert offiziell das Führungstrio des Arbeitskreises. Von ihren vielfältigen Erfahrungen und Kontakten in der Flüchtlingsarbeit wollen viele Wunstorfer Bürger und Institutionen profitieren, die sie deshalb ansprechen. "Fremd" und "anders sein" sei für Freyberg eine Bereicherung des Lebens, sagt Nolte. Seit 1992 ist sie außerdem in der Tschernobylhilfe aktiv und fungiert auch als Ehrenamtslotsin, die Wunstorfern den Weg zu eigenem freiwilligem Engagement ebnet.

Von Sven Sokoll