Bundesverdienstkreuz für Dr. Alfred Schröcker

am 15.12.2017 wurde Dr. Alfred Schröcker (3. von links), der schon lange im Arbeitskreis Asyl und Integration tätig ist, vom Regionspräsidenten Jagau (rechts) das Bundesverdienstkreuz verliehen. Familie, Freunde, etliche Geflüchtete und ehrenamtliche Wegbegleiter waren ergriffen von der feierlichen Zeremonie im Regionshaus und dachten bei der Laudatio ein ums andere Mal: das hat er mehr als verdient bei seinem unermüdlichen Einsatz. Soziales, Flüchtlingshilfe, Umwelt und Naturschutz und Kultur, so breit gefächert ist sein langjähriges ehrenamtliches Engagement. Nachdem Herr Jagau ihm die Verdienstmedaille angeheftet hat, wies er ihn auf die Gebrauchsanweisung hin, die genau beschreibt, wann und wie der Orden zu tragen ist.

Besonders ergriffen waren alle von Sami Aiyoubis (links im Bild) Dankesworte an Alfred Schröcker, der für ihn nach seiner Flucht aus Syrien 2004 quasi Vaterstelle angenommen hat. Bei Kuchen und Schnittchen gab es anschließend noch einen regen Austausch der Gäste und alle.
Text und Bild: Birgit Mares

 

Kochen mit Männern, war am Samstag, 28.10.2017  das Motto. Feras, Jawdad, Mahmoud, Edel, Karin, Adham und Mohammed kamen und bereiteten mit Freude eine Mittagsmahlzeit bestehend aus  "Lasagne"  und einer leckeren Nachspeise "Östereichische Topfencreme " zu. Allen hat es vorzüglich gemundet. 

 

Bericht der HAZ vom 6.2.2017 (hier klicken)

HAZ vom 31.12.2016

Mitstreiter aus der Flüchtlingsarbeit freuen sich über eine besondere Anerkennung für Gerlinde Freyberg. Die Sprecherin des Arbeitskreises Asyl und Integration erhält am 6. Februar 2017 die Verdienstmedaille der Bundesrepublik aus den Händen der niedersächsischen Sozialministerin Cornelia Rundt.

Freyberg bekommt die Verdienstmedaille pdaArticleWide

 

Die Helfer des internationalen Cafés freuen sich über die Auszeichnung (von links): Alfred Schröcker, Birgit Mares, Gerlinde Freyberg, Lothar Porcher, Sami Aiyoubi, Maysa Shora, Karin Porcher.

Wunstorf
"Gerlinde Freyberg ist zu der Person geworden, die immer zum Thema Flüchtlinge in Wunstorf gefragt wird", sagt Wiebke Nolte, die Koordinatorin der Flüchtlingshilfe beim Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf. Seit 1996 ist die Geehrte in dessen Arbeitskreis aktiv - sie begann zu einer Zeit, als die Flüchtlingszahlen noch deutlich höher waren als heute. Freyberg hielt in den beiden Unterkünften engen Kontakt zu vielen Familien. Das hielt auch dann noch an, als die Heime schon geschlossen waren.

Freyberg setzte sich auch dafür ein, dass 1997 eine ehrenamtliche Hausaufgabenhilfe an der Albert-Schweitzer-Schule entstand und auch weiter bestehen blieb. Bis heute koordiniert sie dieses Angebot. Später kümmerte sie sich auch um einen Deutschkurs für Frauen, den der Arbeitskreis gemeinsam mit der Gleichstellungsstelle der Stadt anbot.

Seit 2008 bildet sie gemeinsam mit Martin Hübner und Andrea Wegert offiziell das Führungstrio des Arbeitskreises. Von ihren vielfältigen Erfahrungen und Kontakten in der Flüchtlingsarbeit wollen viele Wunstorfer Bürger und Institutionen profitieren, die sie deshalb ansprechen. "Fremd" und "anders sein" sei für Freyberg eine Bereicherung des Lebens, sagt Nolte. Seit 1992 ist sie außerdem in der Tschernobylhilfe aktiv und fungiert auch als Ehrenamtslotsin, die Wunstorfern den Weg zu eigenem freiwilligem Engagement ebnet.

Von Sven Sokoll

 

 

 

 

Arabische Märchen am 23. April 2017 in der Wunstorfer Abtei 

Unser erster Versuch, eine zweisprachige Märchenstunde zu veranstalten, war ein voller Erfolg: Die Abtei in der Wasserzucht in Wunstorf war rappelvoll, ein knappes Drittel waren arabischsprachige Zuhörer, Männer, Frauen und Kinder. Das Publikum hatte nicht nur großen Spaß an den Märchen mit pfiffigen Männern und nicht weniger klugen Frauen, sondern begeisterten sich auch ganz besonders an der arabischen Musik.

   

Die Musikerfamilie von Mahmoud und Eman Chaban Mit Trommel, Keyboard und Gesang brachte die fünfköpfige Musikerfamilie von Mahmoud   und Eman Chaban eine orientalische Stimmung in den Raum. Das letzte Stück, ein in Syrien bekannter Tanz, führte schließlich dazu, dass spontan junge Syrerinnen und Syrer das Tanzbein schwangen.

 

Großer Andrang
zur ersten Geburtstagsfeier


 Sami Aiyoubi ist die Seele des internationalen Cafés / Zehn Nationalitäten feiern gemeinsam das Jubiläum des Cafés

Ein Bericht im Stadtanzeiger Wunstorf von Hans-Heiner Giebel vom 17.Dez..2016

WUNSTORF (gi). Das internationale Café hat seinen ersten Geburtstag gefeiert. Und mehr als 50 Gäste kamen aus diesem Anlass Artikelin die Geschäftsstelle „Immergrün“ von Bündnis 90/Die Grünen. Die Partei stellt nach wie vor gerne die Räume zur Verfügung. Das internationale Café wird hauptsächlich von Karin Porcher, Andrea Gessert und Birgit Mares für den Arbeitskreis Asyl und Integration betrieben. Unterstützt werden die drei auch noch von Renate Zybarth, Susanne Scholz-Speckhahn, Filiz Güner, Ulla Prenzler, dem Ehepaar Schröcker und Gerlinde Freyberg. Das Café ist seit Dezember 2015 jeden Freitag geöffnet und ein beliebter Treffpunkt für Einheimische und Geflüchtete. Zwischen 20 bis 30 Stammgäste kommen das ganze Jahr über. Zur Geburtstagsfeier herrschte ein lautes Stimmengewirr (zehn Nationalitäten vorwiegend aus dem arabischen Raum gehörten zu den Gästen), es gab ein kaltes Buffet und für die Kinder gefüllte Nikolausstiefel. Organisatorin und stellvertretende Bürgermeisterin Birgit Mares freute sich besonders über Sami Aiyoubi, die „Seele“ des Cafés, der als Dolmetscher fungiert und seinen Dienst als Regiobusfahrer immer so einrichtet, dass er freitags im Café sein kann. Kontakte laufen auch mit einem Dolmetscher für die Sprache Farsi, die von Afghanen gesprochen werde. Mares betonte, dass die Wunstorfer trotz einzelner Vorfälle, zum Beispiel in Köln oder in Freiburg zu den Geflüchteten stehen, genau differenzieren können und nicht den Populisten auf den Leim gingen. Die Koordinatorin der Flüchtlingshilfe des Kirchenkreises Neustadt-Wunstorf, Wiebke Nolte, sprach ihren Dank für die vielen Ehrenamtlichen aus, die zum Erfolg des internationalen Cafés beitragen. Bewegend waren für Mares die kurzen Ansprachen der Syrer Hewa und Aladin auf Sami Birgit 2Deutsch, in denen sie sich für die Aufnahme in Wunstorf und im Café bedankten. Neben Gesprächen und Integrationshilfen werden im Café auch Möbelspenden vermittelt, die von den Johannitern in Zusammenarbeit mit Flüchtlingen ausgeliefert werden.

Gruppe

 

Ohne die ehrenamtlichen Helfer könnte das internationale Café nicht öffnen.