Großer Andrang
zur ersten Geburtstagsfeier


 Sami Aiyoubi ist die Seele des internationalen Cafés / Zehn Nationalitäten feiern gemeinsam das Jubiläum des Cafés

Ein Bericht im Stadtanzeiger Wunstorf von Hans-Heiner Giebel vom 17.Dez..2016

WUNSTORF (gi). Das internationale Café hat seinen ersten Geburtstag gefeiert. Und mehr als 50 Gäste kamen aus diesem Anlass Artikelin die Geschäftsstelle „Immergrün“ von Bündnis 90/Die Grünen. Die Partei stellt nach wie vor gerne die Räume zur Verfügung. Das internationale Café wird hauptsächlich von Karin Porcher, Andrea Gessert und Birgit Mares für den Arbeitskreis Asyl und Integration betrieben. Unterstützt werden die drei auch noch von Renate Zybarth, Susanne Scholz-Speckhahn, Filiz Güner, Ulla Prenzler, dem Ehepaar Schröcker und Gerlinde Freyberg. Das Café ist seit Dezember 2015 jeden Freitag geöffnet und ein beliebter Treffpunkt für Einheimische und Geflüchtete. Zwischen 20 bis 30 Stammgäste kommen das ganze Jahr über. Zur Geburtstagsfeier herrschte ein lautes Stimmengewirr (zehn Nationalitäten vorwiegend aus dem arabischen Raum gehörten zu den Gästen), es gab ein kaltes Buffet und für die Kinder gefüllte Nikolausstiefel. Organisatorin und stellvertretende Bürgermeisterin Birgit Mares freute sich besonders über Sami Aiyoubi, die „Seele“ des Cafés, der als Dolmetscher fungiert und seinen Dienst als Regiobusfahrer immer so einrichtet, dass er freitags im Café sein kann. Kontakte laufen auch mit einem Dolmetscher für die Sprache Farsi, die von Afghanen gesprochen werde. Mares betonte, dass die Wunstorfer trotz einzelner Vorfälle, zum Beispiel in Köln oder in Freiburg zu den Geflüchteten stehen, genau differenzieren können und nicht den Populisten auf den Leim gingen. Die Koordinatorin der Flüchtlingshilfe des Kirchenkreises Neustadt-Wunstorf, Wiebke Nolte, sprach ihren Dank für die vielen Ehrenamtlichen aus, die zum Erfolg des internationalen Cafés beitragen. Bewegend waren für Mares die kurzen Ansprachen der Syrer Hewa und Aladin auf Sami Birgit 2Deutsch, in denen sie sich für die Aufnahme in Wunstorf und im Café bedankten. Neben Gesprächen und Integrationshilfen werden im Café auch Möbelspenden vermittelt, die von den Johannitern in Zusammenarbeit mit Flüchtlingen ausgeliefert werden.

Gruppe

 

Ohne die ehrenamtlichen Helfer könnte das internationale Café nicht öffnen.

 

 

Neues Café International kommt gut an

Ein Bericht von Birgit Mares / Leinezeitung vom 4.12.2015


Wunstorf. Mit einem solchen Andrang hatten die Organisatoren vom Arbeitskreis Asyl und Integration nicht gerechnet. Die Stühle im neu eröffneten Café International im Immergrün, Küsterstraße 4, für Flüchtlinge und Einheimische reichten gestern nicht für alle Besucher. „Dass so viele kommen – einfach super“, freute sich Mitorganisatorin Birgit Mares. Sie forderte die Teilnehmer auf, ihre Ideen in die wöchentlichen Treffen mit einzubringen.

Einige der ausländischen Besucher leben schon seit Längerem in Deutschland, andere sind erst vor wenigen Monaten angekommen. Wie schnell sie deutsche Sprachkenntnisse erworben haben, zeigte sich in der Vorstellungsrunde. Dafür gab es dann auch schon mal anerkennenden Applaus von den überwiegend im Arbeitskreis Asyl aktiven Gästen.

Interessiert unterhielt sich auch die ehrenamtliche Deutschlehrerin Ulla Prinzler mit Meysaa Dakhiiel. Die Irakerin lebt seit vier Monaten mit ihren vier Söhnen in Wunstorf. Ihr gefällt das Café International. Meysaa Dakhiiel möchte auf jeden Fall am nächsten Freitag wiederkommen. Geöffnet ist von 10 bis 12 Uhr.nan

 

 

 

Kinder bringen Pakete für Flüchtlingskinder in die Kirche

Bericht von Birgit Mares / Leinezeitung


Wunstorf. Eine Kirche voller Kinder: Gestern kamen der Nachwuchs aus AWO- und Corvinus-Kindertagesstätten sowie die Erst- bis Viertklässler der Oststadtschule zum Weihnachtsgottesdienst in die Corvinuskirche.

Mitgebracht hatten sie viele bunt eingepackte Schuhkartons voller Geschenke. Sie gehen an Flüchtlingskinder, die im früheren Vion-Gebäude untergebracht sind. 24 Kinder unter zwölf Jahren hat Leiterin Pia Liebermann in der jüngst eröffneten Unterkunft gezählt. Derzeit leben dort 60 Menschen, vor Weihnachten kommen 30 hinzu.

Liebermann teilt sich die Spenden für die Kinder mit Marga Trang, die die Spenden im Namen des Arbeitskreises Asyl und Integration entgegennahm. Zuvor verfolgten sie eine Aufführung, in der Schüler einem Flüchtlingskind erklären, was Weihnachten ist. Am Ende kommt das Mädchen zu der Erkenntnis: „Weihnachten ist, wenn ich froh bin.“nan

 

Benefiz-Veranstaltung für Flüchtlingshilfe in Wunstorf

Vereine im Stadtjugendring laden am 11. Oktober ins Stadttheater

Am 11. Oktober sind alle Wunstorfer Bürger und Bürgerinnen herzlich zu einer Benefiz-Veranstaltung eingeladen. Vom 15 bis 17 Uhr zeigen Vereine im Stadtjugendring einen bunten Ausschnitt Ihres Könnens. Der Eintritt ist frei, es wird um Spenden für den Arbeitskreis Asyl und Integration gebeten, der sich für die Flüchtlinge in Wunstorf einsetzt.

Neun Vereine im Stadtjugendring Wunstorf wollen einen Beitrag für die Flüchtlinge in Wunstorf leisten. Mit einem vielfältigen Bühnenprogramm (Details hier) hoffen sie, viele Spenden einzusammeln. Musik gibt es zu hören vom Posaunen-Quartett und der Jazz-Combo der Musikschule Wunstorf. Von den evangelischen Jugenden spielen die Musiker Philip Ramm und Jürgen Stein sowie die Jugendband "Crossing the line". Gesanglich geht es beim Voice!-Chor Wunstorf zu. Der Tanzkreis Wunstorf zeigt Volkstänze, das Kinder vom Jugendzentrum „Der Bau-Hof“ geben eine Showeinlage und vom Projekt „Kurze Wege“ ist die Breakdance-Gruppe dabei.

Auch der Arbeitskreis Asyl und Integration wird sich und seine Arbeit vorstellen. In der Pause wird die Kunstschule Wunstorf Kuchen im Foyer anbieten, selbstgebasteltes Origami verteilt die Schießsportgruppe der Bürgerkompanie Oststadt.

Durch die Unterstützung der Stadt Wunstorf können die Kosten der Veranstaltung gering gehalten werden, die von den erhaltenen Spenden abgezogen werden müssen.

07.10.2015        Holger Battermann

Mit den Johannitern zur Flüchtlingsfamilie

Wunstorf, den 2.10.2015

Transport 2015 10 02 0179Wir erleben derzeit eine hohe Spendenbereitschaft von Möbeln und anderen Gegenständen in Wunstorf. Die Stadt verfügt nur über begrenzte Mittel, um die Wohnungen der Flüchtlingsfamilien einzurichten. Deshalb sind die Familien dankbar, wenn sie gut erhaltene Möbel kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen. Mit den Johannitern haben wir eine großzügige Unterstützung bei der Auslieferung der Möbel gefunden.

 
Wunstorf, den 22.10.2015

Wir erfahren von einer Wohnungsauflösung in Bordenau. Dort steht die vollständige Einrichtung eines Einfamilienhauses als Möbelspende für Flüchtlinge zur Verfügung. Die Johanniter sind wieder einmal äußerst hilfsbereit. Ein Transport wird schnell organisiert. Als wir uns von den Spendern verabschieden, bekommen wir sogar ein dickes Dankeschön. Man ist dankbar und zufrieden, dass die Möbel einem sinnvollen Zweck zugeführt werden.

Bei der Ankunft in Großenheidorn erleben wir zunächst eine große Skepsis. Dort sind zwei syrische Familien untergekommen. Sie wurden am Tag vorher über die Anlieferung der Möbel durch einen hilfsbereiten Syrer informiert. Eine Verständigung ist kaum möglich. Als wir durch Zeichen versuchen mitzuteilen, dass wir Möbel bringen wollen, wird das Misstrauen beim Anblick des Johanniter-Wagens noch größer. Schließlich gelingt es uns, eine junge Familie zu bewegen, doch einmal in den Wagen zu sehen. Erst da geht ein Strahlen über die Gesichter. Gleich werden die Ärmel hochgekrempelt und mit angefasst. Auch die Kleinsten sind mit Eifer dabei.