Über uns

Im Arbeitskreis Asyl und Integration haben sich seit 1986 unter dem Dach der Diakonie des Kirchenkreises Wunstorf viele Freiwillige zusammengefunden, um überkonfessionell den Asylbewerbern und Flüchtlingen  zu helfen. Eine große Rolle spielen bis heute die Sprachkurse, weil die Kenntnis der deutschen Sprache das wichtigste Mittel zur Selbsthilfe und zu einer möglichen Integration ist. Es gab und gibt im Aufundab der Flüchtlingsentwicklung zahlreiche Aktionen, in wenigen Stichwörtern ausgedrückt:

Kennenlerntreffen, Sprachkurse für Erwachsene, Mädchenfreizeit, Kinderbetreuung, Kinderfest, Abschiebung, Kirchenasyl, Informationsveranstaltungen zum jeweils geltenden Asyl- und Ausländerrecht, Hausaufgabenhilfe, Einkaufspatenschaften, Spendensammlungen, Zusammenarbeit mit Vereinen wie Weiße Rose, Türkisch-islamischer Kulturverein, TUS Wunstorf und Jusos, Familienfeste, Sommerfeste mit Flüchtlingen, Behördengänge, Projekte in Zusammenarbeit mit der Gleichstellungsbeauftragten Dorothea Diestelmeier, Beschaffung von Mobiliar und Küchenausrüstung (jetzt beim Übergang vom Asylbwerberleistungsgesetz nach Arbeitslosengeld II = Hartz IV) und vieles mehr.

Der Arbeitskreis begann im Herbst 1986, als zahlreiche vietnamesische „Boat People“ in Wunstorf eintrafen, etwa neben Flüchtlingen aus dem Iran oder aus Eriträa. Es galt Unterkunft zu suchen (Wohnung), mit Sachspenden zu helfen, z. B. auch eine Mädchenfreizeit durchzuführen. Eine Verschärfung der Situation trat mit dem Balkankrieg ab 1991 ein. Der Kirchenkreis Wunstorf stellte einen Sozialarbeiter als „Geschäftsführung für den AK Asyl“ zur Verfügung: Reiner Roth. Es galt besonders die zwei Gemeinschaftsunterkünfte der Stadt Wunstorf in der Senator-Kraft- und in der Industriestraße zu betreuen, vor allem gelang eine erhebliche Kinderbetreuung. In der Folgezeit bis über die Jahrtausendwende spielten Flüchtlinge aus dem Kosovo eine große Rolle. Gleichzeitig wurde es immer dringender, sich über die Religion vieler Flüchtlinge, d. h. über den Islam besser zu informieren. Als die Flüchtlinge den größten Teil ihres täglichen Lebensunterhalts in Wertgutscheinen erhielten, entstanden im Arbeitskreis die Einkaufspatenschaften.

2003 konnte in enger Zusammenarbeit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Wunstorf mit dem Arbeitskreis Asyl der heute aus zwei Gruppen bestehende Deutschkurs für ausländische Frauen mit Kinderbetreuung etabliert werden.

Deutschkurs für ausländische Frauen

Ausländische Frauen im Deutschkurs

Darüber hinaus gibt es seit Sept. 2014 Sprachkurse für Flüchtlinge, einen für Frauen und einen für Männer.

Wichtig für den Austausch im Arbeitskreis und für den Kontakt mit Flüchtlingen sind regelmäßige Treffen. Jedes Jahr findet das Sommerfest statt und laufend gibt es Informationsveranstaltungen über die Flüchtlingsprobleme und vor allem über die sich ändernde rechtliche Situation.

Die letzten Jahre sind geprägt durch einen erneut wachsenden Zustrom an Flüchtlingen und Asylbewerbern aus aller Welt, vor allem auch aus Syrien, Afghanistan und mehreren Balkanländern. Es geht immer noch um die gleichen Schwierigkeiten: Sprache, Kinder und Schule, Behörden, Wohnung, Gesundheit, Arbeit.